Leistungskurs Geschichte 11 auf Exkursion nach Theresienstadt

Am 30./31.01.2026 unternahm unser Geschichtsleistungskurs eine Exkursion nach Theresienstadt in Tschechien, einem ehemaligen Ghetto der NS-Zeit. Von Freitag bis Samstag setzten wir uns intensiv mit der Geschichte dieses Ortes und dem Schicksal der dort inhaftierten jüdischen Menschen auseinander.

Im Rahmen einer Führung durch das ehemalige Ghetto erhielten wir am ersten Tag eindrucksvolle Einblicke in die historischen Hintergründe und die Lebensbedingungen der Gefangenen. Von 1941 bis 1945 diente die Kleinstadt Theresienstadt dem verbrecherischen NS-Regime als Sammel- und Durchgangslager für über 140.000 Juden, überwiegend aus Tschechien und dem Deutschen Reich.

Über 35.000 Menschen starben vor Ort an den schlimmen Haftbedingungen.  Etwa 88.000 Häftlinge wurden ab 1942 in die Vernichtungslager Auschwitz, Treblinka, Majdanek und Sobibor deportiert, von denen die wenigsten den Krieg überlebten. Das Besondere am Konzentrationslager Theresienstadt ist einerseits seine Lage innerhalb einer ehemaligen Festungsstadt aus dem 18. Jahrhundert, nachdem die deutschen Besatzer die örtliche Bevölkerung ausgewiesen hatten. Andererseits leben seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder ganz normale Menschen in der Kleinstadt.


Am zweiten Tag nahmen wir am Workshop „Von der Nummer zum Namen“ teil und beschäftigten uns anhand von Quellen mit den individuellen Lebensgeschichten ausgewählter Häftlinge. Besonders bewegend war die Besichtigung des neben dem eigentlichen Ghetto in der „Kleinen Festung“ liegenden Gestapo-Gefängnisses.

Die durch das Programm „weltoffenes Sachsen“ unterstützte Exkursion war für unseren Kurs eine sehr lehrreiche, nachhaltige und empfehlenswerte Erfahrung.

LK Geschichte Kl. 11

1. April 2026

Mandy Simon