Besuch des Industriemuseums Chemnitz
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchten die Klassen 8 unseres Gymnasiums das Industriemuseum in Chemnitz. Dort nahmen sie an einer Führung zum Thema „Pionierland Sachsen – Vorreiter der Industrialisierung in Deutschland“ teil. Während der Führung erfuhren die Schülerinnen und Schüler viel Interessantes über die Ent -wicklung der Industrie in Sachsen.
Ein wichtiger Schwerpunkt war die Funktionsweise der Dampfmaschine, die als wichtigste Antriebskraft der Industrialisierung gilt. Außerdem lernten sie etwas über die ersten sächsischen Baumwollspinnereien und Werkzeugfabriken, die Sachsen zu einem bedeutenden Industriestandort machten. Besonders spannend war es, frühe Maschinen wie den Halbselfaktor aus dem Jahr 1830 oder eine Pantographen- Handstrickmaschine von1909 zu sehen.
Auch bedeutende Unternehmer spielten eine große Rolle. Die Mädchen und Jungen erfuhren unter anderem etwas über Johann von Zimmermann, August Horch und Richard Hartmann, der im Zusammenhang mit dem sogenannten „sächsischen Eisenbahnkrieg“ bekannt wurde.
Neben den technischen Fortschritten wurde auch die Schattenseite der Industrialisierung thematisiert. Viele Arbeiter, Frauen und Kinder wurden stark ausgebeutet und mussten unter sehr schlechten Bedingungen arbeiten. Dagegen wehrte sich die Arbeiterbewegung, die für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfte.
Ein weiterer Teil der Führung beschäftigte sich mit der Industrie im Wandel, zum Beispiel mit moderner Robotertechnik und dem 3D-Druck. Sie spielen heute in der Industrie eine wichtige Rolle.
Der Museumsbesuch bot einen spannenden und lehrreichen Einblick in die Geschichte der sächsischen Industrie und zeigte, wie sehr Technik und Gesellschaft miteinander verbunden sind.
Petra Höhndorf, Lehrerin für Geschichte






